Deutschland – Was geht? Der Deutschland-Report

Zusammenfassung
Das Gesamtbild:
Was sichtbar wird.
27.707 Teilnehmende
25 Themen
265 Meinungen

27.707 Menschen haben uns seit Jahresbeginn erzählt, wo sie jeden Tag in unserem Land an Grenzen stoßen.


In ihrem Alltag beim Gründen, Bauen, Pflegen, Beantragen und Arbeiten. Aus ihren Erfahrungen entsteht das bislang deutlichste Bild darüber, wo die größten Hebel für Veränderungen liegen.

Was dich im Alltag aufhält, hält auch Deutschland auf

Die Ergebnisse sind eindeutig: Übermäßige Bürokratie, fehlende Digitalisierung und eine zersplitterte Verwaltung kosten Zeit, Geld und Nerven. Gleichzeitig zeigen die Einreichungen einen klaren Weg nach vorn: einfachere Regeln, digitale Prozesse, das Once-Only-Prinzip und eine Verwaltung, die den Menschen dient. Dieser Report macht sichtbar, wo Deutschland feststeckt – und wie es vorangehen kann.

Staat 🤝 Bürger

Das Spannende: Der Deutschland-Report speist sich aus Aussagen von Bürgerinnen und Bürgern. Auch zahlreiche Unternehmen, Mittelständler und Freiberufler haben sich beteiligt. Die Einreichungen waren teils kurz, teils ausführlich. Teils höflich, teils deutlich. Wir haben zudem Verwaltungsmitarbeitende eingeladen, ihr Wissen zu teilen – denn dort liegt häufig ein Wissensschatz. Der Deutschland-Report ist ein Realitätscheck. Die gute Nachricht: Er zeigt Überschneidungen zwischen dem, was Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen anmahnen und dem, woran Politik und Bundesverwaltung arbeiten.*

Gemeinsam für mehr Einfachheit

Hinweise zur Methodik:
* Die Analyse der Bürgereinreichungen erfolgte durch KI-basiertes Sensemaking. Das Team der SPRIND hat die Ergebnisse geprüft.
**Grundlage der Auswertung sind sämtliche eingegangenen Meldungen aus dem Bürger-Hackathon „Deutschland, was geht?“ - via KI-Reporter und Bürgertelefon sowie dem EinfachMachen-Portal.
***Eine organisatorisch-strukturierte Analyse wird später über das Einfach-Machen-Portal bereitgestellt.

Abstimmung

Zwischen dem 6. und 19. Juli 2026 ist ganz Deutschland eingeladen, über die wichtigsten Problembereiche abzustimmen.

Jetzt abstimmen

Weiterhin Probleme einreichen über das Einfach-Machen-Portal

ALLE EINREICHUNGEN 25 Themen
Verwaltung digital
Verwaltung digital 9.368
Anträge
Anträge 7.989
Servicequalität
Servicequalität 5.433
Gesundheit & Soziales
Gesundheit & Soziales 4.156
Einmal genügt
Einmal genügt 3.815
Betriebe
Betriebe 3.687
Steuern
Steuern 2.543
Weniger Bürokratie
Weniger Bürokratie 2.449
Tempo
Tempo 2.147
Mobilität
Mobilität 1.723
Identität
Identität 1.357
Meldungen
Meldungen 1.328
Arbeit
Arbeit 1.250
Förderung
Förderung 983
Bauen
Bauen 968
Bildung
Bildung 703
Justiz
Justiz 696
Energie
Energie 668
Datenschutz
Datenschutz 661
Migration
Migration 543
Ehrenamt
Ehrenamt 256
Waffenrecht
Waffenrecht 235
Verbraucherschutz
Verbraucherschutz 221
Landwirtschaft
Landwirtschaft 149
Zoll & Handel
Zoll & Handel 101

Verwaltung digital
Digitale Verwaltung
und Datenaustausch
9.368 Stimmen
11 Meinungen

Eine umfassende, medienbruchfreie Digitalisierung der Verwaltung ist unerlässlich.


Dabei müssen Prozesse grundlegend neu gedacht werden, statt alte Abläufe nur digital abzubilden. Zentral ist das Once-Only-Prinzip: Behörden sollen Daten automatisch austauschen, um mehrfache Eingaben durch Bürger zu vermeiden. Zentrale, nutzerfreundliche Plattformen mit bundesweiten Standards und interoperablen IT-Systemen sind nötig, um den föderalen Flickenteppich zu beenden. Zuverlässige digitale Identifikation, Signaturen und vielfältige Bezahlmöglichkeiten sind ebenso entscheidend. Datenschutz muss effizienten, einwilligungsbasierten Datenaustausch ermöglichen, statt ihn zu behindern.

Anträge
Einfache Antragsverfahren
und Formulare
7.989 Stimmen
10 Meinungen

Bürger fordern eine umfassende Vereinfachung von Antragsverfahren und Formularen.


Dies erfordert vollständige, medienbruchfreie Digitalisierung, mobile Zugänglichkeit und nutzerfreundliche Gestaltung in einfacher Sprache. Behörden müssen Daten intern austauschen, um Mehrfacheingaben zu vermeiden und Leistungen proaktiv zu gewähren. Einheitliche bundesweite Prozesse, eine zentrale digitale Plattform und die flächendeckende Anerkennung digitaler Identitäten sind essenziell. Zudem sind drastisch verkürzte Bearbeitungszeiten, transparente Statusverfolgung und der Abbau unnötiger Vorschriften notwendig, um persönliche Vorsprachen zu reduzieren.

Servicequalität
Freundlichkeit, Transparenz
und Servicequalität
5.433 Stimmen
6 Meinungen

Bürger kritisieren die Verwaltung scharf: Digitale Angebote sind unzureichend, fehlerhaft und nicht benutzerfreundlich, eine zentrale Plattform fehlt.


Prozesse sind unnötig komplex, intransparent und führen zu langen Wartezeiten sowie einem Hin- und Herschicken zwischen Ämtern. Die Erreichbarkeit ist schlecht, Öffnungszeiten unflexibel und die Kommunikation ineffizient sowie unverständlich. Zudem mangelt es an einer dienstleistungsorientierten Haltung der Mitarbeiter und einem ausreichenden Datenaustausch. Dies schließt auch Menschen mit geringen Deutschkenntnissen oder fehlender digitaler Kompetenz aus.

Gesundheit & Soziales
Gesundheits- und Sozialwesen
vereinfachen
4.156 Stimmen
3 Meinungen

Das Gesundheits- und Sozialwesen ist stark von Bürokratie geprägt.


Ineffiziente digitale Prozesse, Medienbrüche und mangelnder Datenaustausch zwischen Behörden belasten Bürger, Patienten und Personal. Antragsverfahren sind zu komplex, langwierig und erfordern oft mehrfache Nachweise. Das fragmentierte System der Kranken- und Pflegekassen verstärkt diese Probleme. Gefordert werden umfassende Digitalisierung, automatisierter Datenaustausch, vereinfachte Abläufe und eine grundlegende Strukturreform, um alle Beteiligten zu entlasten.

Einmal genügt
Gesetze, Vorschriften und
Föderalismus reformieren
3.815 Stimmen
7 Meinungen

Gesetze und Vorschriften sind zu komplex, unverständlich und widersprüchlich, was Bürger und Unternehmen stark belastet.


Eine umfassende Überregulierung in vielen Bereichen hemmt Investitionen und Innovationen. Der Föderalismus verstärkt diese Probleme durch ineffiziente Doppelstrukturen und mangelnde Vereinheitlichung von Regelungen, etwa im Bildungs- und Baurecht. Dies behindert auch eine konsequente Digitalisierung. Gefordert werden eine radikale Reduzierung unnötiger Vorschriften, eine einfachere Gesetzessprache, bundesweite Standards und mehr Transparenz im Gesetzgebungsverfahren. Auch eine Reform des Beamtentums ist notwendig.

Betriebe
Bürokratie abbauen für
Unternehmen und Selbstständige
3.687 Stimmen
10 Meinungen

Unternehmen und Selbstständige sehen sich mit übermäßiger, komplexer und oft redundanter Bürokratie konfrontiert.


Dies betrifft den Gründungsprozess, laufende Prüf- und Dokumentationspflichten, Steuerangelegenheiten und die Personalverwaltung. Hauptursachen sind mangelnde Digitalisierung und fehlender Datenaustausch zwischen Behörden, was zu mehrfacher Einreichung identischer Informationen führt. Auch unklare Regeln, etwa zur Scheinselbstständigkeit, sowie ein überzogenes Beauftragtenwesen belasten. Die Folgen sind hohe Kosten, Zeitverlust, Innovationshemmnisse und eine unverhältnismäßige Belastung für kleine und mittlere Unternehmen.

Steuern
Steuerwesen vereinfachen
2.543 Stimmen
12 Meinungen

Das Steuersystem ist übermäßig komplex und unverständlich, was Bürger und Unternehmen stark belastet und oft teure Steuerberater nötig macht.


Eine zentrale Forderung ist die vollständige Digitalisierung und der automatische Datenaustausch zwischen Behörden, um vorausgefüllte Steuererklärungen zu ermöglichen. Die Steuer-Identifikationsnummer soll als einzige, lebenslange Kennung dienen. Bagatellsteuern und geringe Beträge verursachen unverhältnismäßigen Aufwand und sollten abgeschafft oder durch Freibeträge ersetzt werden. Die Kommunikation mit Finanzämtern muss nutzerfreundlicher und medienbruchfrei werden. Auch spezifische Steuern wie Gewerbe-, Kfz- und Rentenbesteuerung bedürfen der Vereinfachung.

Weniger Bürokratie
Schwierige staatliche Abläufe
2.449 Stimmen
10 Meinungen

Bürger empfinden staatliche Abläufe als übermäßig bürokratisch, komplex und ineffizient.


Überregulierung, unverständliche Gesetze und Formulare sowie mangelnder Datenaustausch zwischen Behörden belasten Bürger und Unternehmen stark. Prozesse sind langsam, die Digitalisierung unzureichend und der Föderalismus schafft zusätzliche Uneinheitlichkeit. Dies führt zu Frustration, hohen Kosten und dem Gefühl, dass der Staat misstrauisch agiert und Verantwortlichkeiten verschiebt. Die Komplexität überfordert besonders in schwierigen Lebenslagen.

Tempo
Effizienz und Personalmanagement
in der öffentlichen Verwaltung
2.147 Stimmen
10 Meinungen

Die öffentliche Verwaltung leidet unter Personalmangel, Überlastung und unzureichender Qualifikation der Mitarbeitenden.


Veraltete IT-Systeme, starre Strukturen und bürokratische Prozesse binden unnötig Personal und Ressourcen. Mangelnde Motivation und Verantwortungsübernahme sowie fehlende Innovationsbereitschaft verschärfen die Ineffizienz. Dies führt zu langen Wartezeiten, finanziellen Nachteilen für Bürger und Steuergeldverschwendung. Der Föderalismus verstärkt ineffiziente Parallelstrukturen und verhindert einheitliche Lösungen.

Mobilität
Verkehrs- und Mobilitätswesen
sowie Fahrzeugdokumente vereinfachen
1.723 Stimmen
15 Meinungen

Bürger fordern umfassende Digitalisierung und Vereinfachung im Verkehrs- und Mobilitätswesen.


Sie wünschen sich vollständig online abwickelbare Kfz-Zulassungen, Führerscheinprozesse und Parkausweisbeantragungen, ohne Medienbrüche. Ein konsequenter Datenaustausch zwischen Behörden nach dem Once-Only-Prinzip soll unnötige Wege und Dokumente eliminieren. Zudem sollen überflüssige Vorschriften wie Umweltplaketten und Prüfintervalle reduziert, der ÖPNV vereinfacht und die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge nutzerfreundlicher gestaltet werden. Dies soll zu bürgerfreundlicheren, effizienteren und kostengünstigeren Prozessen führen.

Identität
Einfaches Identitätsmanagement
1.357 Stimmen
19 Meinungen

Bürger fordern eine umfassende Digitalisierung des Identitätsmanagements.


Aktuelle Prozesse sind komplex, zeitaufwendig und fragmentiert. Die digitale Identifikation mittels eID und BundID wird als unzuverlässig und unintuitiv kritisiert, mit unnötigen Hürden wie persönlichen Behördengängen für PIN-Verwaltung. Gewünscht sind vollständig digitale Beantragung und Verlängerung von Ausweisdokumenten, deren postalische Zustellung und digitale Speicherung in einer Wallet-App. Ein zentrales, nutzerfreundliches Online-Portal mit einer einzigen, lebenslangen Identifikationsnummer und automatischem Datenaustausch zwischen Behörden (Once-Only-Prinzip) soll den Aufwand reduzieren. Auch digitale Vollmachten und die Akzeptanz EU-weiter digitaler IDs sind zentrale Anliegen.

Meldungen
Meldepflichten und
Statistiken reduzieren
1.328 Stimmen
20 Meinungen

Bürger und Unternehmen fordern eine drastische Reduzierung redundanter Meldepflichten und Statistiken.


Hauptkritikpunkte sind die mehrfache Abfrage gleicher Daten und der fehlende interne Austausch zwischen Behörden. Dies verursacht erheblichen Aufwand und Kosten, besonders für kleine Betriebe und Ehrenamtliche. Gefordert wird die konsequente Umsetzung des „Once-Only“-Prinzips, die Abschaffung sinnloser Pflichten wie des Transparenzregisters oder der Bonpflicht sowie die Nutzung vorhandener Datenquellen. Auch die Anpassung von Fristen und die Schaffung zentraler, digitaler Meldeportale sind zentrale Anliegen. Überbordende Dokumentationspflichten, etwa im Gesundheitswesen oder bei der Arbeitszeiterfassung, belasten Fachkräfte und kleine Betriebe unverhältnismäßig.

Arbeit
Im Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht
Bürokratie abbauen
1.250 Stimmen
7 Meinungen

Die Bürokratie im Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht belastet Unternehmen und Individuen stark.


Kleine und mittlere Betriebe leiden unter komplexen Dokumentations- und Meldepflichten, etwa bei Minijobs oder Arbeitszeiterfassung. Starre Arbeitsrechtsvorschriften erschweren moderne Arbeitsmodelle und die Digitalisierung. Die Integration von Fachkräften und Arbeitslosen wird durch langwierige Anerkennungs- und Vermittlungsprozesse behindert. Unzureichende Digitalisierung und fehlender Datenaustausch zwischen Behörden führen zu redundanten Eingaben und ineffizienten Antragsverfahren für Sozialleistungen. Auch das Statusfeststellungsverfahren für Selbstständige schafft Rechtsunsicherheit und hemmt die Wirtschaft.

Förderung
Bürokratie abbauen bei
Finanzen und Förderungen
983 Stimmen
10 Meinungen

Bürger beklagen die immense Komplexität und Undurchsichtigkeit von Finanz- und Förderprogrammen.


Unverhältnismäßige Nachweispflichten, redundante Datenabfragen und mangelnder Datenaustausch zwischen Behörden führen zu hohem Aufwand, langen Bearbeitungszeiten und Kosten für externe Berater. Dies schreckt viele von der Inanspruchnahme ab. Gefordert werden eine grundlegende Vereinfachung, Konsolidierung von Programmen, verbesserter Datenaustausch und proaktive, automatisierte Leistungen basierend auf vorhandenen Daten, um Bürger und Wirtschaft zu entlasten.

Bauen
Bau- und Genehmigungswesen
vereinfachen
968 Stimmen
8 Meinungen

Genehmigungsverfahren im Bauwesen dauern zu lange und erfordern selbst für kleine Vorhaben unverhältnismäßigen Aufwand.


Bürger beklagen uneinheitliche Bauordnungen, intransparente Behördenentscheidungen und mangelnde Koordination vieler involvierter Stellen. Medienbrüche durch fehlende Digitalisierung und starre Denkmalschutzauflagen bremsen zusätzlich. Gefordert werden verbindliche Fristen, eine Genehmigungsfiktion, einheitliche digitale Portale und vereinfachte Standardverfahren, um Bürokratie abzubauen und Bauvorhaben zu beschleunigen.

Bildung
Bildungswesen entbürokratisieren
703 Stimmen
10 Meinungen

Bürokratie im Bildungswesen belastet Lehrkräfte, Schüler und Eltern erheblich.


Übermäßige Dokumentationspflichten, papierbasierte Prozesse und langwierige Antragsverfahren für BAföG, Förderungen oder Kita-Plätze verschwenden wertvolle Zeit. Fehlende Digitalisierung und mangelnder Datenaustausch zwischen Behörden führen zu doppelter Arbeit. Das föderale System und überinterpretierter Datenschutz erschweren zudem die Vereinheitlichung. Gefordert werden umfassende Digitalisierung, standardisierte Abläufe und mehr Gestaltungsspielraum, um alle Beteiligten zu entlasten.

Justiz
Rechtswesen und Justiz
vereinfachen
696 Stimmen
15 Meinungen

Bürger kritisieren lange Verfahrensdauern, hohe Kosten und die Komplexität im Rechtswesen.


Eine umfassende Digitalisierung ist dringend nötig, um Anträge online einzureichen, Medienbrüche zu vermeiden und den internen Datenaustausch zwischen Behörden zu verbessern. Gesetze und Formulare müssen verständlicher werden, um Rechtsunsicherheit zu reduzieren. Der Zugang zu Rechtsberatung und Gerichten soll einfacher und kostengünstiger sein. Überholte Notarpflichten und komplexe Verfahren wie das Statusfeststellungsverfahren sind zu vereinfachen. KI und effizientere Abläufe sollen die Justiz entlasten.

Energie
Bürokratie abbauen bei
Umwelt- und Energiethemen
668 Stimmen
15 Meinungen

Die Bürokratie im Umwelt- und Energiebereich ist durch übermäßig komplexe, langwierige und uneinheitliche Verfahren gekennzeichnet.


Dies betrifft Genehmigungen für Bauvorhaben, die Anmeldung von PV-Anlagen und Batteriespeichern sowie Förderanträge. Fehlende Digitalisierung, mangelnde Koordination zwischen Behörden und redundante Meldepflichten verschärfen die Probleme. Viele wiederkehrende Prüfungen, Gutachten und Abfallentsorgungsregelungen werden als überflüssig und kostenintensiv empfunden. Spezifische Vorschriften, etwa zu Smart Metern, CO2-Bepreisung, Mieterstrom oder Denkmalschutz, hemmen den Fortschritt und belasten Bürger sowie Unternehmen unverhältnismäßig. Nationale Sonderwege bei EU-Richtlinien tragen zusätzlich zur Bürokratie bei.

Datenschutz
Zu Datenschutz
und Datensicherheit
661 Stimmen
15 Meinungen

Die Bürger sehen einen Zielkonflikt zwischen Datenschutz und Fortschritt.


Aktuelle Datenschutzregelungen, insbesondere die DSGVO-Auslegung, verursachen übermäßige Bürokratie, hemmen Digitalisierung und Innovation, und erschweren den Datenaustausch zwischen Behörden. Dies betrifft kleine Unternehmen, Vereine und die Verwaltung. Gleichzeitig fordern Bürger umfassende IT-Sicherheit, sichere digitale Kommunikation und volle Hoheit über ihre Daten. Sie wünschen sich transparente, nutzerfreundliche Lösungen wie zentrale digitale Identitäten und europäische Infrastrukturen, um Vertrauen zu schaffen und Effizienz zu ermöglichen, ohne die Strafverfolgung zu behindern. Cookie-Banner und die ePA werden als lästig oder unsicher kritisiert.

Migration
Bei Migration und Integration
Abläufe vereinfachen
543 Stimmen
10 Meinungen

Prozesse in Migration und Integration sind übermäßig bürokratisch, komplex und ineffizient.


Zentrale Probleme sind fehlende Digitalisierung, unzureichender Datenaustausch zwischen Behörden und uneinheitliche Regelungen. Dies führt zu extrem langen Wartezeiten bei Anträgen und Terminen, mangelnder Transparenz und wiederholter Einreichung von Dokumenten. Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen ist langsam und kompliziert. Diese Hürden belasten Antragsteller erheblich, erschweren die Integration und mindern Deutschlands Attraktivität für Fachkräfte. Eine verständliche, mehrsprachige Kommunikation fehlt oft.

Ehrenamt
Vereins- und Ehrenamtswesen
vereinfachen
256 Stimmen
12 Meinungen

Bürokratie überfordert Vereine und Ehrenamtliche massiv.


Überzogene Genehmigungen für Veranstaltungen, hohe Melde- und Dokumentationspflichten sowie komplexe Anforderungen an die Gemeinnützigkeit und Förderanträge binden wertvolle Ressourcen. Auch die Gründung, Verwaltung und Auflösung von Vereinen ist zu kompliziert, oft durch Notarzwang und fehlende Digitalisierung. Dies untergräbt die Wertschätzung des Ehrenamts, demotiviert Engagierte und schreckt neue Freiwillige ab. Gefordert werden eine zentrale digitale Plattform, vereinfachte Prozesse und eine Reduzierung unverhältnismäßiger Auflagen, um das Ehrenamt zu stärken.

Waffenrecht
Zum Waffenrecht
235 Stimmen
4 Meinungen

Das Waffenrecht wird als übermäßig komplex, widersprüchlich und bürokratisch empfunden.


Bürger fordern eine grundlegende Überarbeitung und Vereinfachung. Zentrale Anliegen sind die Abschaffung oder Entschärfung spezifischer Regelungen, die als sicherheitsrechtlich unbegründet gelten (z.B. Schalldämpfer, Erwerbsstreckung, "kriegswaffenähnliche" Waffen). Zudem wird eine vollständige Digitalisierung waffenrechtlicher Dokumente und Antragsverfahren sowie deren bundesweite Vereinheitlichung gefordert. Die Entbürokratisierung der Bedürfnis- und Zuverlässigkeitsprüfung, insbesondere durch Vermeidung redundanter Kontrollen und eine bürgernahe Bescheinigung des Bedürfnisses, ist ein weiteres wichtiges Anliegen. Ziel ist ein verständlicheres, effizienteres Recht, das Behörden entlastet und sich auf relevante Sicherheitsfragen konzentriert.

Verbraucherschutz
Verbraucherschutz vereinfachen
221 Stimmen
9 Meinungen

Verbraucher fordern eine umfassende Vereinfachung im Verbraucherschutz.


Ein zentraler Punkt ist die Einführung einer Widerspruchslösung für AGB-Änderungen, um Bürokratie für alle Seiten zu reduzieren. Zudem sollen unnötige Vorgaben und Pflichten im Alltag abgeschafft werden, die als überregulierend empfunden werden. Vertragsunterlagen und Produktinformationen müssen kürzer, verständlicher und digital verfügbar sein. Auch der Zugang zu Kundenservice, Vertragswechseln und Kündigungen soll deutlich vereinfacht werden. Kleine und mittlere Unternehmen benötigen Entlastung von übermäßigen Verbraucherschutzregelungen.

Landwirtschaft
In der Landwirtschaft
entbürokratisieren
149 Stimmen
5 Meinungen

Die Bürokratie in der Landwirtschaft wird als übermäßig komplex, zeitaufwendig und existenzbedrohend empfunden.


Landwirte beklagen redundante Antragsverfahren, unübersichtliche Förderprogramme und einen mangelnden Datenaustausch zwischen Behörden. Dies führt zu mehrfachen Eingaben identischer Informationen und unverhältnismäßigen Dokumentations- und Meldepflichten. Praxisferne Vorschriften und überzogene Kontrollen belasten Betriebe jeder Größe. Die kumulative Last entzieht den Landwirten wertvolle Arbeitszeit, verursacht Frustration und gefährdet die Wirtschaftlichkeit. Eine drastische Vereinfachung und bessere Vernetzung sind dringend gefordert.

Zoll & Handel
Zoll- und Handelswesen
vereinfachen
101 Stimmen
12 Meinungen

Bürger fordern eine umfassende Vereinfachung im Zoll- und Handelswesen.


Zentrale Anliegen sind die Digitalisierung und nutzerfreundlichere Gestaltung der Zollsysteme, da aktuelle Genehmigungs- und Nachweisverfahren als zu komplex und oft papierbasiert gelten. Ein automatischer Datenaustausch zwischen Behörden sowie eine einheitliche Produktbewertung fehlen. Bürokratische Hürden im EU-Binnenmarkt und unnötige Grenzkontrollen behindern den Handel. Auch die Zollabfertigung für Privatpersonen und Kleinfälle muss vereinfacht werden, um Effizienz zu steigern und Ressourcen zu entlasten. Transparenz und verständliche Kommunikation sind ebenfalls wichtig.