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Vergabeverfahren könnten wesentlich einfacher, besser, schneller durchgeführt werden, ganz ohne Vergabekammerverfahren. Statt billiger Anbieter, qualifizierte Ausschreibung mit naturgemäß nach Gegenstand unterschiedlichen Qualitätskriterien. Dafür braucht es keine Rechtsänderung, nur Praxisanpassung.
Wir sind ein kleiner mittelständischer Betrieb. Es ist eine Flut an Auflagen, Normen, Voraussetzungen. Die Anforderungen sind überbordend und erdrückend. Das Resultat ist, dass wir gar kein Angebot abgeben. Fazit: Vergabe verschlanken, vereinfachen und Prozesse überdenken.
Schwelle und Höhe für Direktaufträge und Unterschwellenvergaben sollte erhöht werden. Für Vergaben müssen generell viel zu viele Formulare ausgefüllt werden – auch innerhalb der Behörde.
Wir haben angeboten, der Schule das nötige WLAN im Rahmen einer pro-bono-Aktion zu installieren. Als Grund für die Ablehnung wurde die Notwendigkeit einer Ausschreibung genannt. Aufgrund dieser starren Regelung hat die gesamte Schülerschaft gelitten.
Die Verkehrsführung, Tempolimits usw. sollten digitaler werden – wie in vielen anderen Ländern. Das würde mit Sicherheit eine Menge mehr Verkehrsfluss bringen und den Bürgern wie auch der Umwelt viel bringen. Auch wirtschaftlich ist jeder Stau, der verhindert wird, viel wert.
Autobahn-Höchstgeschwindigkeit auf 120 festsetzen – das geht ganz einfach per Änderung der StVO und spart sogar noch Schilder, da haufenweise 120-Schilder abgebaut werden können!
Die Verfahren von Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Schutz der Anwohner vor krankmachendem Verkehrslärm sind undurchsichtig und äußerst benachteiligend. Es gibt unterschiedliche Berechnungs- und Messwerte. Der Wirrwarr setzt sich in der nicht geänderten Straßenverkehrsordnung fort.
Ich bin mit einem Dienstauto geblitzt worden. Erst musste mein Arbeitgeber beantworten, dass ich gefahren bin. Dann kam ein Brief, wo ich das bestätigen musste. Erst im dritten Brief stand, wie viel und wohin ich überweisen soll. Für 25 € Bußgeld – drei Briefe und 25 € Bearbeitungsgebühr.
Anträge für PV-Anlagen: Antrag beim Netzbetreiber und Eintragung im Marktstammdatenregister, außerdem Anmeldung beim Finanzamt – wieso reicht nicht eine zentrale Anmeldung und es wird automatisch an die anderen Stellen weitergeleitet? Die angegebenen Daten überschneiden sich sowieso sehr stark.
Doppelstrukturen abschaffen: die Agentur für Arbeit ist für das Thema Integration in Arbeit zuständig. Das Konstrukt Agentur für Arbeit + Jobcenter verbraucht für doppelte Verwaltungskomplexe unnötig viel Geld. Insbesondere beim Rechtskreiswechsel sind beide Strukturen doppelt belastet.
Doppeltes Einreichen von Unterlagen, wobei Datenschutz als Grund dafür genannt wird, alles doppelt und dreifach einreichen zu müssen, obwohl Bescheinigungen intern weitergeleitet werden könnten bzw. mit Einverständnis direkt eingeholt werden könnten.
Es braucht ein Such- und Zuständigkeitsportal und eine digitale Beschwerdemöglichkeit über Fehlverhalten bei Behörden und Ämtern.
Es macht absolut keinen Sinn, im Jahr 2025 noch mit Überweisungen auf Papier zu arbeiten. Wir selbst hatten Fälle, wo wir 50 km gefahren sind, nur um Überweisungen abzuholen. Dieses System macht ökologisch und ökonomisch für niemanden Sinn und gehört dringend digitalisiert.
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung funktioniert in der Praxis nicht zuverlässig. Versicherte können den Übertragungsstatus nicht selbst einsehen und erfahren erst Tage später, dass die Daten nicht angekommen sind.
Die Handhabung der elektronischen Patientenakte ist zu kompliziert und umständlich. Für ältere Mitbürger nicht machbar.
Nicht alle Facharztpraxen nehmen am E-Rezept teil. Dies sollte verpflichtend für alle Ärzte werden. Warum muss eine Überweisung zu einem Arzt in Papierform erfolgen? Diese sollte elektronisch übermittelt werden.
Die Steuererklärung ist für viele weder barrierefrei noch verständlich. Man muss eigenständig alle Einkünfte, Werbungskosten und Sonderausgaben eingeben, obwohl der Staat Zugriff auf Lohnsteuerbescheinigungen und Rentenbescheide hat. Das führt zu hohem Aufwand und Doppelarbeit.
Der Elterngeldantrag ist zu kompliziert und viele Abläufe sind nicht nachvollziehbar. Es gibt so viele mehrtägige Seminare und Workshops dazu – das deutet doch schon darauf hin, dass dieser Antrag einfach zu kompliziert ist.
Der digitale Antrag auf Elterngeld ist komplex und schwer nachvollziehbar. Ein übersichtlicher Ablauf mit logischer Struktur, klaren Erklärungen und weniger redundanten Angaben würde den Prozess spürbar verbessern.
Die Beantragung von Bürgergeld ist viel zu kompliziert. Viel zu viele unverständliche Formulare, in denen man immer wieder dieselben Informationen angeben muss.
In anderen Ländern gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Das ist in Deutschland nicht der Fall. Ich muss mir den ganzen Service selbst zusammenpuzzeln. Es gibt keine Serviceorientierung.
Die Prozesse zur Beseitigung von Lärm sind verteilt: Eine Stelle genehmigt die Lärmquelle, eine andere Stelle kann diese Entscheidung nicht aufheben. Diese Sachverhalte verursachen Verdruss und Unverständnis bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Ich bin Mitarbeiter einer Behörde und dafür zuständig, Prozesse zu digitalisieren. Leider kommt man an sehr vielen Stellen nicht voran. Ich habe in meinem Leben noch nie etwas Bürokratischeres gesehen.
Behörden begegnen Unternehmen oft mit Misstrauen und überzogenen Kontrollen, anstatt Eigenverantwortung und Vertrauen in die Eigenverantwortung der Unternehmen zu setzen.
Die Erteilung einer Approbation für Studienabschlüsse im EU-Ausland ist maximal nutzerunfreundlich und bürokratisch. Die PDF-Formulare sind nicht einmal digital beschreibbar.
Starre Fixierung auf formale Abschlüsse statt Kompetenzorientierung: Praktische Berufserfahrung, spezialisierte Industriezertifikate oder duale Ausbildungswege werden oft nicht gleichwertig anerkannt, selbst wenn die tatsächliche Qualifikation höher ist. Der Deutsche Qualifikationsrahmen muss in der Verwaltungspraxis echte Anwendung finden.
Die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse ist in Deutschland extrem zersplittert. Für Antragstellende ist oft unklar, welche Stelle zuständig ist. Die Verfahren dauern viele Monate, sind teuer und verhindern, dass qualifizierte Fachkräfte schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden.
Die Anerkennung ausländischer Schulzeugnisse sollte möglichst bundeseinheitlich und auf digitalem Weg erfolgen.
Im deutschen Einzel- und Großhandel – insbesondere bei KMU – sind die bürokratischen Anforderungen in den letzten Jahren stark gestiegen. Gerade kleinere Betriebe haben weder die personellen noch die finanziellen Kapazitäten, um diese Belastungen effizient zu bewältigen.
Wir sind ein kleiner mittelständischer Betrieb. Es ist eine Flut an Auflagen, Normen, Voraussetzungen. Die Anforderungen sind überbordend und erdrückend. Das Resultat ist, dass wir gar kein Angebot abgeben.
Umfragen, die an KMU geschickt werden, sind teilweise unnötig und stellen einen hohen Aufwand dar. Diese Daten werden durch die Maut sowieso erhoben – warum werden Firmen damit zusätzlich belastet?
Wir sind ein kleiner Mittelständler im IT-Bereich mit 26 Mitarbeitenden. Ich kann als Unternehmer die Zulassungstätigkeit nicht delegieren und muss mich selbst darum kümmern. Ich brauche hier eine Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter das für mich übernehmen kann.
Das ist falsch verstandener Verbraucherschutz. Wir haben mündige Bürger, die bei ungewollten Änderungen in den Geschäftsbedingungen in der Lage sind, sich neue Vertragspartner zu suchen. Eine Lösung wie: wenn nicht innerhalb von 8 Wochen widersprochen wird, gelten die neuen Bedingungen, wäre für alle Seiten fair und pragmatisch.
Im Sinne aller Beteiligten benötigen wir die Rückkehr zur massengeschäftstauglichen AGB-Zustimmungsfiktion, die Transparenz und Verbraucherschutz wahrt und gleichzeitig Bürokratie vermeidet.
Bei den Kundinnen und Kunden entsteht Verunsicherung und Mehraufwand ohne wirklichen Nutzen. Den Schaden haben am Ende vor allem die Verbraucherinnen und Verbraucher durch ein eingeschränktes Leistungsangebot.
AGB-Anpassung durch Zustimmungsfiktion kundenfreundlich und bürokratiearm gestalten.
Vereinsgründungen sollten einfacher und schneller werden: Gründung online an einem Tag. Mit strukturiertem Ablauf, Vorlagen für die richtigen Dokumente und einer Sofortprüfung der Satzung.
Als Anlage für den Freistellungsbescheid sind alle Protokolle von Vorstandssitzungen, Hauptversammlungen und drei Gewinn- und Verlustrechnungen beizulegen. Ein großes Paket – das belastet die kleinen Vereine und die Finanzbehörden. Einfach die Anlagen entfernen würde schon helfen.
Warum müssen wir als Verein die Gemeinnützigkeit gegenüber dem Amtsgericht ausweisen? Diese hätte bei Bedarf auch direkt beim Finanzamt angefragt werden können. Wir konnten auf das Schreiben weder telefonisch noch digital reagieren.
Ich wollte für einen gemeinnützigen Verein einen Minijob anmelden. Erstmal brauchte ich ein Zertifikat vom Finanzamt, dann musste ich mich bei einer obskuren Stelle anmelden und fast 50 € zahlen. Alles in allem war das ein halber Arbeitstag für einen Minijob.
Bundesweit einheitliche Tarife für ÖPNV, Regionalbahn etc. – und nicht dieser Flickenteppich.
Das Deutschlandticket ist mit zu viel Verwaltungsaufwand verbunden. Einfacher wäre eine Finanzierung über die Steuer: einfach 50 € einbehalten. Der Fahrausweis ist dann Personalausweis oder Führerschein. Das spart Geld und baut Bürokratie ab.
Das Deutschlandticket ist sehr umständlich umgesetzt. Bürokratiearm wäre es, wenn man es einfach am Automaten kaufen kann – kein Formular, keine Gedanken, ob man es bei Nicht-Bedarf wieder kündigen muss.
Die jährliche Zusendung von Wertmarken für Schwerbehinderte zur kostenlosen Nutzung des ÖPNV ist sinnlos, wenn der Behindertenausweis unbefristet gültig ist. Eine dauerhafte digitale Lösung wäre längst überfällig.
In der Gastronomie muss man die Gäste unterschreiben lassen, wenn sie die Reste von ihrem Gericht mitnehmen wollen, damit man nicht dafür haftet. Die Gäste erschrecken jedes Mal. Vor allem bei internationalen Gästen lachen wir dann: ‚Ja, es tut mir leid, aber das ist Deutschland.'
Wir müssen in der Firma Leiterbücher führen. Darin wird dokumentiert, dass Mitarbeitende im Umgang mit Leitern eingewiesen wurden. Es kann nicht sein, dass jedes Detail dokumentiert werden muss. Die Verantwortung muss jeder Einzelne selbst tragen.
Pflegehilfsmittel können neuerdings in Apotheken digital abgerechnet werden. Trotzdem müssen wir Apotheker den Kunden auf alten Formularen unterschreiben lassen und diese im Ordner abheften – laut Gesetz vorgeschrieben. Was für ein Irrsinn. Doppelte Arbeit.
Ich habe ein Kosmetikstudio betrieben und bin umgezogen. Für den Raum – der nicht baulich verändert wurde – musste ich eine Nutzungsänderung mit Nachbarschaftsverzeichnis und Katasterauszug in dreifacher Ausfertigung an das Bauamt schicken. Ein irrsinniger Aufwand, nur damit aus einem Raum wieder ein Raum wird.
Mobile Robotik im öffentlichen Raum muss endlich allgemein zugelassen werden. Es schlummern so viele kluge und hilfreiche Projekte – aber keiner traut sich eine Zulassung auszusprechen wegen Sicherheitsbedenken. Den vielen Robotik-Startups würde das helfen, diese wichtige Technologie im Land voranzutreiben.
Ich bin an der Universität im Bereich der Entwicklung neuer Therapien tätig. Dies wird durch unsinnige Auflagen, Berichte und zeitliche Verschleppung immer weniger möglich. Wie soll es unter diesen Bedingungen zu Startups und Neuentwicklungen kommen? Viele weichen ins Ausland aus, wo die Auflagen sehr viel geringer sind.
Man baut aktiv einen Sales-Funnel auf, überzeugt Kunden – und muss ihnen dann sagen, dass man mehrere Monate pausieren muss, weil man noch keine GmbH gegründet hat. Das führt zu massivem Momentum-Verlust. Viele Startups sterben genau in dieser Phase.
Ich möchte ein AI-Startup gründen. Der ganze Prozess dahinter hat mich bis jetzt davon abgehalten. Ich frage mich, ob ich nicht eine Rechtsform im Ausland wählen sollte, weil es dort viel einfacher ist.
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