Häufige Fragen
Allgemeine Fragen
Was ist „Deutschland, was geht?”
„Deutschland, was geht?” ist eine gemeinsame Initiative der SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen – und des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Wir wollen wissen, wo es in deinem Alltag mit Behörden und Verwaltung hakt und was dringend besser werden muss. Aus deinen Eingaben sind Themen für den Bürger-Hackathon entstanden, über die abgestimmt wurde. Im Anschluss können sich Teams aus Zivilgesellschaft bewerben, um in mehreren Phasen technische Prototypen zu den wichtigsten Bürgerproblemen zu entwickeln, gemeinsam mit der Verwaltung. Ziel ist es, bis Jahresende bis zu fünf konkrete Veränderungen umzusetzen, die Bürger massiv in ihrer Alltagsbürokratie entlasten.
Wer steht hinter „Deutschland, was geht?”
„Deutschland, was geht?” ist eine gemeinsame Initiative der SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen – und des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Die Plattform ist Teil von SPRIND.Society, dem Bereich der SPRIND für gesellschaftliche Sprunginnovationen. Die Politische Schirmherrschaft liegt bei Bundesminister Karsten Wildberger. Die Teilnahme ist für alle kostenfrei – für Bürgerinnen und Bürger genauso wie für Unternehmen, Selbstständige oder Verwaltungsangehörige.
Technisch hängt „Deutschland, was geht?” mit dem Einfach-Machen-Portal des Bundes an einem gemeinsamen System. Jede Idee, die hier eingegangen ist, wird auch dort als Einreichung gewertet und umgekehrt.
Warum sollte ich mitmachen?
Weil deine Perspektive zählt. Du weißt am besten, wo es im Alltag hakt, welches Formular sinnlos ist oder warum eine eigentlich einfache Sache so kompliziert läuft. Genau diese Erfahrung brauchen wir – egal ob du als Privatperson, als Unternehmerin, als Selbstständiger oder aus der Verwaltung heraus schreibst. Am Ende stehen Lösungen, die bei Erfolg in die Bundesverwaltung übernommen werden sollen. Wenn du die Plattform außerdem in deinem Umfeld weiterempfiehlst, hilfst du uns, dass möglichst viele Stimmen zusammenkommen. Je mehr Menschen mitmachen, desto besser werden die Ergebnisse – und desto einfacher wird Deutschland in Zukunft.
Ich habe selbst keine Idee – kann ich trotzdem dabei sein?
Ja, unbedingt. Die Abstimmung ist bereits abgeschlossen – aber deine Perspektive bleibt gefragt. Über alle weiteren Schritte – von der Auswahl der Lösungen bis zur Umsetzung – halten wir dich im Newsletter auf dem Laufenden – melde dich hier an. Mitmachen heißt nicht nur einreichen. Mitmachen heißt auch mitentscheiden.
Woher kommt die Idee des Bürger-Hackathons?
Vorbild ist der Presidential Hackathon in Taiwan, der seit knapp zehn Jahren läuft. Dort dürfen Bürgerinnen und Bürger seit Jahren die Verwaltung hacken, und die besten Vorhaben werden tatsächlich umgesetzt. Das hat das Vertrauen in den Staat dort messbar gestärkt. Genau das wollen wir auch in Deutschland möglich machen.
Beteiligung & Ergebnisse
Wie funktioniert der Bürger-Hackathon?
Die Grundidee ist einfach: Was dich im Alltag aufhält, hält auch Deutschland auf. Erst sammelten wir die Probleme aus ganz Deutschland – hier sind über 27.000 Hinweise eingegangen. Anschließend habt ihr abgestimmt, welche Themen am wichtigsten sind.
Aus euren gewählten Top-Themen werden klar umrissene Aufgaben, an denen bis zu 20 Teams aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Technologie gemeinsam arbeiten. Sie entwickeln Prototypen – also funktionierende erste Versionen einer Lösung. Eine Jury wählt die fünf vielversprechendsten Prototypen aus. Im Dezember präsentieren diese Teams ihre Prototypen beim „Ministerpitch” vor Digitalminister Karsten Wildberger – das Versprechen, dass ihre Lösungen bei Erfolg ab dem Folgejahr in die Bundesverwaltung integriert werden. Zudem werden alle Quick Fixes gesammelt, die politischer oder behördlicher Natur sind und direkt an die zuständigen Stellen weitergeleitet.
Wo finde ich die 27.707 Hinweise, die bei euch eingegangen sind? Gibt es eine Zusammenfassung?
Ja. Im Deutschland-Report erfahrt ihr alles darüber, wo wir in Deutschland die größten Bürokratie-Baustellen haben. Schaut doch direkt rein!
Der Deutschland-Report ist eine Ideenfundgrube für Politik, Verwaltung, Medien, Zivilgesellschaft und alle, die selbst Veränderung anstoßen wollen. Unser Anspruch: radikale Transparenz – und gleichzeitig vollständiger Schutz der einreichenden Personen. Vor der Veröffentlichung wurden alle Daten anonymisiert. Keine Namen, keine personenbezogenen Angaben, keine identifizierbaren Einzelfälle. Was öffentlich wird, sind die aggregierten Themen, Muster und Schwerpunkte.
Was passiert konkret mit meinem Bürokratiehinweis?
Wir versprechen: Jede Einreichung über diese Website und das Bürgertelefon bekommt bis Jahresende eine Antwort – vorausgesetzt, du hast am Ende das Kontakt-Häkchen gesetzt. Wir empfehlen das ausdrücklich. Nur so erfährst du, was aus deinem Vorschlag geworden ist. So geht es konkret weiter:
- Alle Einreichungen wurden anonymisiert gebündelt, thematisch geclustert und in den Deutschland-Report aufgenommen – eine Bestandsaufnahme des Status Quo der Verwaltung in Deutschland aus Bürgersicht. Er ist eine „Ideen-Fundgrube” für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
- Alle Daten wurden vor der Veröffentlichung anonymisiert, daher kannst du deine eigene Stimme hier leider nicht direkt über eine Suchfunktion wiederfinden.
- Dennoch sind alle Anliegen eingeflossen – und waren Basis für die Abstimmung, was als Erstes angepackt und umgesetzt werden soll. Eure Wahl hat entschieden, was am Wichtigsten ist.
- Im Anschluss bewerben sich Teams darauf, eure wichtigsten Themen technisch umzusetzen. Die Teams bauen in zwei Stufen Prototypen – die Ende des Jahres bei Erfolg in die Bundesverwaltung integriert werden.
- Eure individuelle Antwort zu eurem Hinweis erhaltet ihr bis Jahresende.
Eine ehrliche Bitte um Geduld: Es kommen viele tausend Einreichungen aus ganz Deutschland zusammen. Das Sichten, Bündeln und Weiterleiten an die richtigen Stellen braucht Zeit. Wir nehmen uns diese Zeit, weil wir wollen, dass jede Stimme ernsthaft verarbeitet wird – nicht nur formal abgehakt.
Werden meine Ideen wirklich vom Staat umgesetzt?
Ja, das ist der Kern unseres Versprechens. Am Ende des Jahres präsentieren Tech-Teams die vielversprechendsten Prototypen zu euren wichtigsten Ideen vor Bundesminister Karsten Wildberger im „Ministerpitch”. Bei Erfolg erhalten sie eine politische Zusage, dass diese Lösungen ab dem Folgejahr in die Bundesverwaltung integriert werden. Quickfixes leiten wir unabhängig vom Hackathon direkt an die zuständigen Stellen weiter, damit sie schnell umgesetzt werden können. Politische Empfehlungen tragen wir an Ministerien und Gesetzgeber heran. Und das Vorbild Taiwan zeigt: Wenn Bürgerinnen und Bürger ernsthaft beteiligt werden und der politische Rückhalt steht, werden Ideen tatsächlich Realität.
Ich habe die Einreichungsphase verpasst – kann ich noch Bürokratiehinweise geben?
Die Einreichungsphase im Bürger-Hackathon „Deutschland, was geht?” lief bis zum 14. Juni, die anschließende Abstimmung ist inzwischen ebenfalls abgeschlossen. Aber: Das Einfach-Machen-Portal des Bundes läuft dauerhaft weiter. Du kannst dort jederzeit Vorschläge einreichen. Alles, was dort eingeht, wird weiterverarbeitet, fließt in die Bestandsaufnahme Deutschlands ein und kann in zukünftigen Beteiligungsformaten aufgegriffen werden. Den Link findest du hier: www.einfach-machen.gov.de
Abstimmung
Wie funktioniert die Abstimmung?
Aus über 27.000 Einreichungen haben wir die zentralsten 13 Thesen extrahiert. Jede dieser Thesen ist politisch anschlussfähig mit echtem Umsetzungsinteresse aller beteiligter Bundesministerien. Die Abstimmung lief bis zum 20. Juli und erfolgte als quadratische Wahl – eine Methode, die möglichst ausgewogene Ergebnisse ermöglicht und Minderheitenmeinungen schützt.
Sie funktionierte ein bisschen wie der Wahl-O-Mat – zu jeder der 13 Thesen konnte auf dem Stimmzettel bestimmt werden, ob man zustimmt, neutral oder dagegen ist. Im Anschluss konnte mit Punkten gewichtet werden, auf welche Zustimmung oder Ablehnung am meisten Wert gelegt wird. Dabei standen bis zu 100 Punkte zur Verfügung – je mehr Punkte auf ein Thema gesetzt wurden, umso „teurer” wurde diese Abstimmungsentscheidung.
Was passiert mit meiner Stimme? Was bringt die Abstimmung?
Deine Stimme hatte direkten Einfluss darauf, was in der Bundesverwaltung zuerst angepackt wird. Beim Voting habt ihr per quadratischer Wahl entschieden, wie stark euch die einzelnen Themen am Herzen liegen – nicht nur ob, sondern wie sehr. Aus allen abgegebenen Stimmen ist ein Ranking entstanden: Themen mit hoher Priorität bei den Bürgerinnen und Bürgern stehen oben, andere weiter hinten.
Dieses Ranking ist mehr als eine Meinungsumfrage. Es fließt direkt in die Umsetzungsphase ein: Tech-Teams bewerben sich mit Lösungen für genau die Themen, die durch euer Voting oben stehen, und die Priorität eurer Stimmen wirkt sich auch auf die Bewertung der eingereichten Lösungsvorschläge aus. Je stärker ein Thema von der Community priorisiert wurde, desto größer das Gewicht bei der Auswahl, welche Prototypen am Ende gefördert und in die Bundesverwaltung integriert werden.
Kurz gesagt: Deine Stimme entscheidet mit, wo wir als Land zuerst ansetzen – und wie ernst diese Themen später in der Umsetzung genommen werden.
Warum verwenden wir dieses Abstimmungsverfahren?
Bei klassischen Abstimmungen zählt oft nur, wie viele Menschen für eine Idee sind. Dabei geht verloren, wie wichtig ihnen diese Idee tatsächlich ist. Mit diesem Verfahren könnt ihr Prioritäten setzen. Ihr könnt mehrere Vorschläge unterstützen und gleichzeitig deutlich machen, welche Themen für euch besonders relevant sind. So entsteht ein differenzierteres Bild davon, welche Ideen für viele Menschen wirklich Bedeutung haben.
Ist die Wahl fair & anonym? Warum braucht ihr meine Handynummer?
Jede teilnehmende Person kann nur einmal abstimmen – um das sicherzustellen, nutzen wir als Authentifizierungsverfahren die Handynummer. Du brauchst eine deutsche Mobilfunknummer, um teilnehmen zu können. So schützen wir uns vor groben Verstößen und verhindern massive Einflussnahme, die die Ergebnisse stark verfälschen können.
Deine Handynummer speichern wir nicht im Klartext – wir hinterlegen ausschließlich einen kryptografischen Fingerabdruck, aus dem sich deine Nummer technisch nicht zurückrechnen lässt. So können wir nur prüfen, ob mit einer Nummer bereits abgestimmt wurde, ohne die Nummer selbst zu kennen. Die Inhalte deiner Abstimmung bleiben vollständig anonym.
Das Verfahren ist bewusst so gestaltet, dass sowohl breite Unterstützung als auch die Stärke von Präferenzen berücksichtigt werden. Es schafft damit einen fairen Ausgleich zwischen vielen unterschiedlichen Interessen.
Ich bin ein Team und will mich auf Lösungen bewerben. Wo geht das?
Ab dem 27. Juli könnt ihr euch auf der SPRIND-Website bewerben – mit Lösungsideen zu den Themen, die durch die Bürgerpräferenzen priorisiert wurden.
Habt ihr vorher schon Fragen, schreibt uns an dialog@sprind.org oder meldet euch direkt beim DWG-Team.
Bewerbung: Das Wichtigste
Bis wann muss ich mich bewerben?
Die Lösungsansätze müssen bis zum 20. August 2026 ausschließlich online über das Einreichungsformular auf der SPRIND-Website eingereicht werden.
Wer kann sich bewerben?
Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (Start-ups, KMU, Großunternehmen), Selbstständige, Verbände, Vereine und sonstige Non-Profit-Organisationen.
Was muss ich einreichen?
Das Einreichungsformular umfasst Angaben zu eurem Lösungskonzept, eine Beschreibung des Problems und eures Ansatzes, Fragen zu Team und Kompetenzen sowie eine verpflichtende Anlage: ein Gantt-Chart oder eine vergleichbare Darstellung des Vorhabenablaufs.
Wie hoch ist die Förderung?
In der ersten Stufe stellt SPRIND bis zu 25.000 Euro pro Team für die Prototypen-Phase bereit – für bis zu 20 ausgewählte Teams. Für die anschließende Umsetzungsphase erhalten bis zu 5 dieser Teams im Rahmen einer separaten Anschlussförderung zusätzlich bis zu 100.000 Euro.
Muss ich einen Eigenanteil einbringen?
Die Förderung wird als Teilfinanzierung gewährt, maximal 90% der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei nichtwirtschaftlich tätigen Organisationen bis zu 95%. Als Eigenanteil zählen auch eingebrachte Arbeits- und Sachleistungen.
Was passiert nach der Einreichung?
Die eingereichten Lösungsansätze werden nach festgelegten Kriterien bewertet. SPRIND wählt die besten 20 Lösungsvorschläge aus und fordert diese Teams auf, einen förmlichen Förderantrag zu stellen. Zwischen dem 21. August und Anfang September müssen alle erforderlichen Unterlagen vorliegen.
Ich weiß nicht genau, was technisch und verwaltungsseitig realisierbar ist. Wie soll ich meine Einreichung planen?
Das ist im Auswahlprozess berücksichtigt. Wir bewerten euren Lösungsvorschlag auch nach seiner Innovationsstärke. Wichtig ist, dass ihr transparent macht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Unsicherheiten ihr im Prototyp klären wollt.
Falls ihr in die engere Auswahl kommt, habt ihr bei der Mentor Madness am 14. September 2026 Gelegenheit, Verwaltungsexpertise einzuholen und offene Fragen zu klären.
Muss ich am 14. September teilnehmen?
Ja. Die Teilnahme an der Mentor Madness am 14. September 2026 ist obligatorisch. Anreise ist am 13. September, Abreise am 15. September. Die Veranstaltung findet voraussichtlich in München statt.
Bewerbung: Weitere Fragen
Kann ich mich auf mehrere Problemfelder bewerben?
Ihr wählt im Einreichungsformular ein oder mehrere der 14 Problemfelder aus, zu denen eure Lösung einen konkreten Beitrag leistet. Ihr könnt euch auch mit unterschiedlichen Lösungsansätzen für verschiedene Problemfelder bewerben. Pro Technologie oder Konzept ist jedoch nur eine Förderung möglich.
Meine Organisation hat bereits andere Förderungen. Ist das ein Problem?
Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, können eine Projektförderung nur dann erhalten, wenn die projektbedingten Ausgaben klar von der grundfinanzierten Aktivität abgegrenzt sind.
Welche Unterstützung gibt es neben der Finanzierung?
SPRIND stellt Verwaltungsmentor:innen aus dem BMDS und weiteren Ressorts bereit. Zusätzlich gibt es Coaching, Zugang zu Fach- und Verwaltungsexpertise sowie ein Netzwerk aus Technologie, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung.
Muss die Lösung mit dem Deutschland-Stack kompatibel sein?
Ja, die Kompatibilität mit dem Deutschland-Stack und bestehenden Verwaltungssystemen wie ELSTER ist ein Bewertungskriterium.
Werden meine Einreichung und Firmendaten vertraulich behandelt?
Ja. SPRIND behandelt alle Einreichungen vertraulich und gibt Informationen nur an Personen weiter, die zur Bearbeitung notwendig sind (z. B. Gutachter:innen) und die zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.
Werdet ihr für eine Förderung ausgewählt, werden euer Teamname und der Titel eures Lösungsvorschlags öffentlich bekannt gegeben. Mit der Einreichung erklärt ihr euch damit einverstanden.
Müssen entwickelte Lösungen als Open Source veröffentlicht werden?
SPRIND legt Wert darauf, dass die im Rahmen der Mission entwickelten Softwarelösungen möglichst als Open-Source-Software auf openCode.de veröffentlicht werden. Die Urheberrechte verbleiben grundsätzlich beim Förderempfänger. Die Veröffentlichung ist spätestens zum Ende der Förderphase zu dokumentieren.
Wem gehören die entwickelten Schutzrechte?
Die Urheberrechte an der entwickelten Software verbleiben grundsätzlich beim Förderempfänger.